Norge – ja, jeg elsker dette landet

Der März war schnell da, wenigstens kam es mir so vor. Ich hatte mich gut vorbereitet, viel gelesen und mir viele Videos angesehen. Dazu kamen dann noch gefühlte 1000 Ratschläge, mit welchen Kamera-Einstellungen man das Polarlicht fotografieren soll …..

Jetzt ging es ans Koffer packen, erst die unempfindlichen Teile der Fotoausrüstung, dann Klamotten und dann kam der spannende Augenblick – der Schritt zur Waage…. 15 Kg, also ein Leichtgewicht. Mein Handgepäck hatte dafür 6 Kg.   🙂

Wie immer konnte ich die Nacht vor der Abreise nicht schlafen…

Am 2. März ging es dann wirklich los. Der Weg zum Bahnhof ist schon Ritual und ich nutze ihn, um mich selbst nervös zu machen… fahren die Züge pünktlich??? Hab ich wirklich an alles gedacht? Einfach zu blöd!

Die gebuchten Züge waren tatsächlich pünktlich und ich war 2 Stunden vor Abflug in Frankfurt.

Im Terminal 1 sollten die SAS-Schalter sein – waren sie aber nicht. Also fragen…. Hab ich dann getan und die höfliche Antwort war, SAS macht die Lufthansa mit…

Alles klar. Bei der Lufthansa wird Service groß geschrieben und so ging das Einchecken schnell und ohne Probleme.

Dann hatte ich Zeit für ein Frühstück…. ^^ und bei einer Tasse Kaffee konnte ich dann alles mal sacken lassen. Es gibt eigentlich in einer so durchorganisierten Welt keine unlösbaren Probleme. Ich weiß es aus Erfahrung, aber es ist halt immer das gleiche Spielchen.

Endlich saß ich im Flieger. Ich hatte auf allen Flügen einen Fensterplatz.

Flug SK 4756

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Es ging dann auch fast pünktlich los. Nach 01:45h Flugzeit war ich in Oslo…….. endlich war ich mal wieder in Norwegen! Nach 10 Jahren war ich endlich mal wieder im Land meiner Träume, in der Heimat meiner Seele….

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Ich weiß, es klingt geschwollen, aber ich hatte bei jedem Besuch in Norwegen das Gefühl, nach Hause zu kommen …. keine Ahnung warum….

In Oslo hatte ich 1,5 Stunden Aufenthalt. Daraus wurden dann fast 3 Stunden, weil der „Anschluss-Flieger“ nicht kam. Ich vermute mal, es lag am Streik der Piloten. Mir war es egal, denn es konnte nichts mehr schief gehen.

Jetzt machte ich den Fehler und holte mir per Kreditkarte Bargeld. Ich nahm 3000 NOK, was ungefähr 340 € entspricht. Es war als Handgeld gedacht. Ich hab jetzt noch etwas über 2000 NOK übrig   :/ … ich hatte ganz einfach vergessen, dass man in Norwegen auch eine Tasse Kaffee, ca 15 NOK, mit Karte bezahlen kann. Das ist jetzt ein Verlustgeschäft… egal

Viel wichtiger war die Frage nach dem Wetter in Tromsø…laut Vorhersage soll es „laut und klar“ werden, also optimal für Fotos.

30 Minuten vor der Landung konnte ich den Sternenhimmel sehen, aber leider auch den fast-Vollmond ^^     Für mich bedeutete das, nach der Ankunft schnell das Auto holen, schnell ins Hotel fahren und dann schnell wieder raus zum Fotografieren ….. das war also der Plan – eigentlich….

Ca 15 Minuten vor der Landung wurde es in der Kabine dunkel und ich konnte endlich ohne Blendung aus dem Fenster sehen. Und da sah ich es —- das Polarlicht. Ich war echt aufgeregt. Es sah toll aus…. und es sah nach einer langen Nacht aus…..

Nach der Landung ging alles reibungslos. Koffer und Auto hatte ich schnell, und da ich mein Navi dabei hatte, war der Weg zum Hotel auch kein Problem….bis auf die Tatsache, dass ich durch kilometerlange Tunnel fahren musste, von denen ich nix wusste und vor allem wusste ich nicht, wo die mich hinführten… naja, sie führten mich genau in die Straße, in der mein Hotel war ………..^^

Das eigentliche Problem war, dass es wirklich keinen Parkplatz gab. Es war alles reserviert für Anwohner, oder sie waren zeitlich stark eingeschränkt, oder sie waren besetzt… Die wenigen bewirtschafteten Plätze hatten Geldautomaten, nahmen aber keine Scheine….

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stimmt …   🙂

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Im Hotel hat man versucht mir zu erklären, dass es einen sehr großen (und sehr teuren) öffentlichen Parkplatz gäbe. Den habe ich aber nicht gefunden………… 😦

Nach über einer Stunde Irrfahrt hab ich dann eine Lücke entdeckt. Der Platz war bis morgens um 8 Uhr frei…. Also hieß das für mich, nix ausschlafen, raus und Parkplatz suchen ….

Ein kleiner „Trost“, aber eigentlich eine Enttäuschung war, dass sich inzwischen der Himmel komplett zugezogen hatte. Damit hatte sich auch das Fotografieren erledigt. Also ins Hotel und schlafen…

Am nächsten Morgen bin ich dann vor dem Frühstück zum Auto und hab mich auf die Suche nach diesem geheimnisvollen Parkplatz gemacht. Zum Glück hab ich vorher jemanden gefragt und siehe da, ca 100 m Entfernt gab es, etwas „versteckt“, eine Einfahrt zu einer Höhle“ … es war eine riesengroße Höhle, es gab Platz für weit über 1000 Autos… oder noch mehr. Die ganze Stadt schien unterhöhlt zu sein mit diesem Parkplatz und den vielen Straßentunnels… und die maximal 250 NOK, knapp 30 € für 24 Stunden waren dafür wohl ein angemessener Preis….zumal man natürlich mit Karte bezahlen konnte. Der Ausgang war dicht am Hotel. Ich war zufrieden. Dann hab ich ausgiebig gefrühstückt. Es gab auch meinen Gudbrandsdalen Brunost, meinen norwegischen Lieblingskäse. Damit war meine Laune am oberen Anschlag.

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Das Wetter war norwegisch gut, also, es war nasskalt mit Schneeregenschauern…. Das hieß für mich, Stadt erkunden, alte Erinnerungen wachrütteln… ach ja, ich vergaß zu erzählen, dass ich in den 1980ern Jahren mal hier auf dem Campingplatz war, im August – bei Temperaturen um den Gefrierpunkt…. ^^ Norwegen halt

Mein erster Weg führte mich dann auch zur Eismeerkathedrale, korrekt Ishavskatedralen, oder Tromsdalen Kirke. Sie ist eines der Wahrzeichen der Stadt und vom Baustil her den Fisch-Trockengestellen nachempfunden. Sie ist sehr beeindruckend. Ich hatte mal wieder das Glück, dass jemand die Orgel spielte und so nahm ich mir auch die Zeit, um das zu genießen und zur Ruhe zu kommen.

ein wirklich imposantes Bauwerk    003 (1)

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Die Chorseite der Kirche wird von einem 140 m² großen Buntglasfenster abgeschlossen. Es wurde 1972 von Victor Sparre in Dallglas-Technik geschaffen und trägt den Titel „Die Wiederkehr Jesu“. Es ist eines der größten Glasgemälde Europas. (Quelle: Wikipedia)

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Die Tromsøbrua

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Danach fuhr ich zum Campingplatz……….. ich habe ihn nicht wiedererkannt. Ich hatte ihn völlig anders in Erinnerung. Er ist jetzt winterfest mit Hütten bebaut. Im Sommer wird’s auch ein paar Zelte geben.

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Dann hab ich mich durch die Stadt und den Hafen treiben lassen und ich fühlte mich unendlich wohl dabei. Abends war ich für meine Verhältnisse früh im Bett ^^ nicht ohne ein Heineken Export genossen zu haben …

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ein Denkmal für auf See verschollene Fischer

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hier hat mir das Haus gut gefallen, nicht der Souvenir-Shop  ^^

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Die Tromsø Domkirke ist die evangelisch-lutherische Bischofskirche des Bistums Nord-Hålogaland im nordnorwegischen Tromsø in der Provinz Troms.

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Roald Amundsen

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so werden die Schnee- und Eismassen entsorgt

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Reflektionen …

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das wohl meist fotografierte Motiv

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ein Schiff der Hurtigruten

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ooops …..  nein, kein Baufehler. 😀
Das Gebäude des Polaria-Museum ist Eisschollen nachempfunden, die an fünf sich an Land schiebende Eisschollen erinnern soll.

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Für den Mittwoch war gutes Wetter angesagt, also war ich entsprechend gespannt, ob es denn jetzt mit dem Polarlicht klappen würde…..

Ich hatte ja schon Plätze erkundet. Da es hier wirklich noch Winter war, das heißt, glatte Straßen und völlig vereiste Nebenstraßen und „Park- / Fotografier Plätze, bin ich frühzeitig losgefahren, um meinen Kram aufzubauen. Ich gebe zu, ich hatte Angst auf die Schnauze zu fallen …

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Ab 19 Uhr war ich bereit…………….. und es tat sich nix, außer, dass ich die Straßenbeleuchtung am Tag nicht beachtet hatte und die mich jetzt extrem störte, und dass der Vollmond aufging. Das sah zwar toll aus, was aber für mein Vorhaben suboptimal…. im Klartext, es war einfach Sch…. ^^

Um mir die Zeit zu vertreiben, habe ich gefühlte 100 Mal die Kameraeinstellungen überprüft und Bilder von der Umgebung gemacht. Zwischendurch schickte ich immer wieder prüfende Blicke zum Himmel. Ich hatte ja keine Ahnung, ob, und wenn ja, wie sich ein Polarlicht ankündigt…aber es tat sich nichts. Ich hatte die Wochen vor dieser Reise viele Berichte anderer Touristen und Fotografen gelesen, mir deren Bilder und Videos angesehen und mir sogar die empfohlenen Kamera-Einstellungen aufgeschrieben. Es gab so viele unterschiedliche Empfehlungen und Meinungen wie es Berichte gab und das hätte mich eigentlich stutzig machen sollen ….eigentlich….

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der große Wagen  🙂

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Irgendwann redete ich mir ein, dass sich der Himmel leicht grünlich verfärbt hatte. Ich blickte gebannt zu diesen merkwürdigen Schleiern und dann ging es unvermittelt los.

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Es war unglaublich, faszinierend, fesselnd, unwirklich… ich war überrascht von der Schönheit und Eleganz dieses Phänomens. Kein Bild und kein Video kommt auch nur annähernd an die tatsächliche Schönheit dieser Erscheinung ran.

Ich löste die Cam per Fernbedienung aus und behielt das Geschehen im Blick – zum Glück wie sich später herausstellte…

Wenn es etwas ruhiger zuging, veränderte ich die Einstellungen an der Kamera, vergaß aber leider (oder auch wieder zum Glück), die vorherigen Fotos zu überprüfen. Ich kürze es mal ab, alle Fotos, die ich mit den empfohlenen Einstellungen gemacht hatte, waren schlicht und ergreifend – nix. Alle, wirklich alle waren versaut…

Einem Bauchgefühl folgend, habe ich dann einfach meine eigenen Einstellungen vorgenommen, und dabei kamen dann die hier gezeigten Bilder raus…., also eine magere Ausbeute.

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zwei Bilder die ich an einem anderen Abend gemacht habe.

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Eine Erklärung noch: ein einziges Statement aus allen Berichten stimmte. Wenn das Licht kommt, dann kommt es mehrmals in unterschiedlichen Abständen. Ich hatte bis jetzt zwei „Durchgänge“ mit wirklich aufregenden Erscheinungen, und als ich endlich meine richtigen Werte an der Cam hatte und auf den nächsten Durchgang wartete, geschah etwas, das ich so nicht erwartet hatte…. der Wind hatte gedreht und blies jetzt ziemlich eisig vom Wasser her. Die Luft war relativ feucht und so begann mein Auto, das Stativ und die Cam zu beschlagen, leider auch das Objektiv…. es bildete sich Raureif. Zusätzlich bildeten sich Wolken… Damit war diese Session beendet. Zugegeben, ich war etwas enttäuscht, aber andererseits – ich hatte es ja gesehen, ich war begeistert, ich hab es aufgenommen in meine Erinnerung und deshalb konnte ich zufrieden sein! Ich bin es auch. Schließlich war es die einzige Nacht mit gutem Wetter und ich war erfolgreich

Trotzdem wird es Konsequenzen haben …………………………ja, ich habe die nächste Reise inzwischen gebucht. Ich werde im Oktober für eine Woche nach Luosto in Lappland fliegen und ich werde besser vorbereitet sein….   😀

Doch zurück zum Thema…

Für den folgenden Tag war tolles Wetter vorhergesagt und deshalb plante ich eine Tour ans „Ende der Welt“. Soll heißen, ich suchte mir einfach einen kleinen Ort an der Küste aus, der wirklich im Abseits lag und war einfach mal gespannt, was mich auf dieser Strecke so alles erwarten würde…

Nun ja, ich bin in Norwegen, und dieses Land besteht eigentlich nur aus Fotomotiven… es ist einfach nur wunderschön hier. 🙂 Ich kannte die norwegische Winterlandschaft noch nicht, mit der tief stehenden Sonne, mit diesen in Blau getauchten Landschaften. Blau ist meine Lieblingsfarbe und in einer „blauen“ Landschaft fühle ich mich wohl. Hier waren sogar die Schatten blau …. ich lasse mal die Bilder erzählen…

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Lands End …. hier gibt es nur noch den Wendeplatz. 🙂

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Ach ja, hatte ich erwähnt, dass ich unheimlich froh darüber war, dass mein Auto Spikereifen hatte….?   🙂

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Am Donnerstag machte ich noch einen letzten Stadtrundgang und fing ein paar Impressionen ein.

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Freitag, 06.03., der Abreisetag. Alles ging reibungslos, auschecken, Fahrt zum Flughafen, Auto tanken und abgeben, Gepäck aufgeben und dann auf den Flug warten…   ich hatte Glück, denn trotz eines Pilotenstreiks waren meine beiden Flüge nicht betroffen. Es ging auch pünktlich los.

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Nach der Landung in Oslo war der Flügel kaputt und ich musste den Flieger wechseln 😀

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Im „neuen“ Flieger ging es dann Richtung Frankfurt. Leider flogen wir während des gesamten Fluges über einer geschlossenen Wolkendecke, aber das hat bei einer gewissen Sonneneinstrahlung auch seine optischen Reize.  🙂

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Unter den Wolken, beim Anflug auf Frankfurt, sah es entsprechend düster aus…

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Eine erlebnisreiche und tolle Woche ging zu Ende. Ich hatte es ja schon erwähnt, im Oktober geht es wieder in den hohen Norden. Die Reise ist gebucht.

🙂

 

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Bald …..

Es ist kaum zu glauben, aber in knapp 4 Wochen habe ich mein erstes Highlight des Jahres. Am 02. März fliege ich (endlich) nach Tromsø in Nord-Norwegen. Dort will ich, hoffentlich tolle, Aufnahmen vom Polarlicht machen. Tips habe ich inzwischen genug bekommen und ich bin gespannt, ob ich sie verwirklichen kann. Ich bin gespannt, ob ich das Nordlicht überhaupt zu sehen bekomme ….  🙂

Ich bin da aber sehr optimistisch und habe sogar eine App auf meinem Smartphon installiert… „Norway Lights“. Es ist eine Vorhersage für Nordlichter in 9 Städten, eine grobe, die nur try und go anbietet, aber es klingt toll und sieht toll aus. 😀

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Diese Reise nach Tromsø bedeutet für mich aber auch, dass ich die OP und die Reha gut überstanden habe und mich wirklich auf dieses Abenteuer freuen darf.

Natürlich werde ich darüber berichten.

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Ein zweiter Rückblick

Der letzte Tag des Jahres läuft langsam ab und das neue Jahr rückt unweigerlich näher. Also genau der richtige Zeitpunkt zu einem letzten Rückblick in 2014.     🙂

Der Kontakt zu meinem „Oldenburger Freund“ ist inzwischen leider wieder abgerissen. Er hat es wohl nicht geschafft, seinen Wünschen und Versprechungen weiterhin auch Taten folgen zu lassen. Mir ist es dadurch unmöglich geworden, ihn weiterhin zu unterstützen. Schade, aber man kann eben niemanden zwingen.

Den 04. Dezember, also der Tag an dem ich operiert wurde, habe ich gut überstanden. Ich wusste ja noch was da so auf mich zukam und so habe ich mich brav gefügt. 14 Tage Krankenhaus, dann 5 Tage zu Hause und seit dem 23.12. bin ich in einer Reha-Klinik. Hier werde ich gut umsorgt und gepflegt, obwohl die einzelnen Maßnahmen teilweise schon hart sind und auch weh tun….den Jahreswechsel werde ich vergleichsweise ruhig begehen. Immerhin habe ich bis 01:00 Uhr Ausgang.    🙂

Als Trost habe ich im kommenden März eine Woche Aufenthalt in Tromsø in Nord-Norwegen gebucht. Dort will ich (hoffentlich gute) Bilder vom Polarlicht machen. Meine neue Cam eignet sich gerade dafür besonders gut. Es wird also ausschließlich an mir liegen

Weiterhin ist im März mindestens ein Wochenende in Münster geplant, an dem ich mit einem Freund ein Foto-Shooting starten will. Ich habe ja noch einige Themen zu bedienen und zu einem bestimmten Thema stellt sich dieser Freund als Model zur Verfügung. Er kennt auch eine passende Location in dieser Stadt. Mir gefällt das sehr gut, wollte ich doch schon seit langem mal nach Münster fahren.

Danach steht auf jeden Fall schon Berlin auf dem Plan. Ich war schon viel zu lange nicht mehr dort.

Also, mir wird es ganz sicher nicht langweilig werden.

Allerdings mache ich mir große Sorgen um die immer verrückter werdende Welt und um die „Krone der Schöpfung“, den Menschen, der sich mit Kriegsgelüsten und immer geldgeilerem Verhalten ständig tiefer ins Verderben manövriert. Auch die größer werdenden Gruppen mit ihrem extremen politischen und gewaltbereiten Gedankengut machen mir Angst. Hoffentlich kann diese Entwicklung im nächsten Jahr gestoppt werden. Wir werden es erleben …

Ich wünsche allen Lesern dieses Blog einen guten Rutsch und alles Gute im neuen Jahr.

Edit:

Berlin ist inzwischen für die 17. Woche gebucht. Ick freu mir ….    🙂

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Oktober 2014 – Zeit für einen ersten Rückblick

Der Oktober ist fast vorbei und ich fühle mich schon richtig gedrängt, etwas zum laufenden Jahr zu schreiben.

Natürlich hatte ich Pläne, viele kleine Pläne und einen ganz großen Plan, und natürlich sind auch viele kleine und größere Dinge passiert. Nein, ich werde nicht alles aufzählen… nur Geschehnisse die mich auch berührt haben.

Im Januar begann ich die Tage zu zählen, Tage bis zu meiner Abreise im Mai. Bis es soweit war hatte ich noch einiges zu planen und zu organisieren. Die Reise selbst war schon gebucht.
Am 26. Januar kam ein ganz lieber Mensch, nach vielen Monaten Aufenthalt im Ausland, wieder nach Hause zurück. Es sind einfach unbeschreiblich schöne Momente, das Wiedersehen und die Begrüßung am Flughafen …..

Im Februar gab es zwei Highlights für mich, ein Trivium-Konzert in der Essigfabrik in Köln und mein erstes maßgeschneidertes (!) Hemd. Es war das erste von drei Hemden die ein Freund in Leipzig für mich geschneidert hatte. 🙂

Der März war geprägt von meiner gesundheitlichen Vorsorge zur Reise, die dann leider in einen Zahnarzt-Marathon mündete. Besser jetzt, als dass es mir während der Reise passieren würde. Musikalisch gab es ein Konzert eines mir persönlich bekannten Musikers in Köln. Es war ein toller Abend.

Im April habe ich dann die letzten Vorbereitungen für die Reise abgeschlossen. Erwähnenswert ist auch, dass sich jemand gemeldet hat, von dem ich viele Monate nichts mehr gehört hatte.

Der Mai… endlich war er da. Vom 02. bis 29. war ich unterwegs und habe dabei einmal die Erde umrundet. Es war meine persönliche Traumreise, die ich ja hier im Blog auch vorgestellt habe.

Gegen Ende der Reise erreichte mich via Internet eine Art Hilferuf eines Freundes, sehr versteckt, aber ich habe es deutlich gespürt. Deshalb bin ich in der ersten Woche im Juni nach Oldenburg gefahren. Leider wurden meine schlimmsten Befürchtungen übertroffen…aber es gab eine geringe Hoffnung auf Besserung…wir blieben ab jetzt in einem mehr oder weniger regelmäßigen Kontakt.

Der Juli verlief unspektakulär und ruhig. Zeit für mich, die Bilder der Reise zu sichten und eine Auswahl für mein Fotobuch zu treffen. Ich hatte noch 2 Tage in Frankfurt verbracht…

Im August war ein Wochenende in Würzburg geplant. Endlich, endlich habe ich jemanden persönlich getroffen, mit dem ich schon Jahre eng befreundet bin und den ich so gut kenne wie kaum jemand anderen. Es waren zwei tolle und beeindruckende Tage… danke Marc!   🙂

In einem bekannten sozialen Netzwerk habe ich zufällig eine schon etwas ältere Nachricht entdeckt. Sie war von einer Person, von der ich mich schon lange innerlich getrennt und alle Erinnerungen gelöscht hatte. Wir hatten dann einen Schriftwechsel, der vieles erklärte oder zumindest aufhellte. Was soll ich sagen? Mein Groll war mit der Zeit verschwunden und so konnte ich mit ihm deutlich lockerer umgehen. Es sieht aber nicht danach aus, als würde sich der Kontakt weiter intensivieren …

Ach ja, ich darf nicht vergessen zu erwähnen, dass sich ein anderer Kontakt dafür intensiviert, was mich natürlich besonders freut. Handelt es sich doch hier um einen sehr lieben und interessanten Menschen mit ebenso interessanten Fähigkeiten und Vorlieben. Ich hoffe sehr, dass es mindestens so bleibt….  🙂

Der September war mein bisher „schlechtester“ Monat. Es zeichnete sich immer deutlicher ab, dass ich wohl in die „Werkstatt“ muss, weil sich bei mir ein „Ersatzteil“ gelockert hat und mir zunehmend Schmerzen bereitet. Die Untersuchungen bestätigten den Verdacht und deshalb wurde der Termin zum Austausch auf den 04. Dezember gelegt. Damit ist dieser Monat verplant und um den Jahreswechsel muss ich mir auch keine Gedanken mehr machen… ^^

Im Oktober hatte ich ein paar tolle Foto-Shootings. Es kommt quasi „schubweise“ vor, da entwickeln sich Ideen und Vorstellungen rund um Themen für Bilder. Hier einige Beispiele für mir aufgetragene Themen:

1) Under A Red Sky

2) Our Secrets Are The Same

3) Home

4) Dragon Junkies

5) Halo Of Fire

Möglicherweise kommen diese Begriffe bekannt vor… ^^ ich finde sie toll und in der Umsetzung sehr anspruchsvoll. Aber ich habe natürlich schon meine Ideen.

Im schon erwähnten sozialen Netzwerk bin ich mit einigen Profi-Fotografen bekannt und da gibt es einen, der ständig Bilder aus Nord-Skandinavien zeigt, also dem Heimatland meiner Seele, und da keimte in mir sehr schnell der Wunsch, dieses Land endlich mal wieder zu besuchen und das mit einer Foto Tour zu verbinden. Ich will meine eigenen Bilder vom Polarlicht machen. Klar musste dazu eine neue Foto-Ausrüstung her. Eine bessere Ausrede für mich wird es so schnell nicht mehr geben. Und genau diese Ausrüstung habe ich jetzt zusammen *-* eine Sony ILCA 77M2 ….

Ein Traum!

Zum Schluss, weil für mich besonders wichtig, muss ich noch eine Begebenheit erwähnen, die mich fast aus den Schuhen gehauen hat. Wer meinen Blog gelesen hat, so ab Ende 2010, der wird abschätzen können, was das jetzt für mich bedeutet. Es geht dabei um jemanden, den ich damals so richtig verdammt gut gekannt habe, aber unsere Freundschaft hat letztlich einen richtigen Totalschaden erlitten. Die Erinnerungen und die Schmerzen daran habe ich hier (und ausführlicher in meinem Tagebuch) verarbeitet. Er hatte den Mut und hat wieder Kontakt aufgenommen, nachdem wir, auch wieder zufällig, unsere Profile gesehen hatten. Verkehrte Welt, aber hier siegte tatsächlich ein „soziales Netzwerk“ über die Unfähigkeit miteinander zu reden ….wir haben uns ausgesprochen und auch festgestellt, dass wir beide in den vergangenen drei Jahren reifer geworden sind.

Ich bin jedenfalls sehr froh darüber!

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Weltmeister …..

FIFA Headquarter In Zurich

Panem et Circenses

leider fehlt meist das Brot.Das wurde in Brasilien mal wieder überdeutlich klar…

Aber es funktioniert immer, auch bei „modernen“ Menschen. Man befriedigt ein paar primitive Bedürfnisse indem man solche Großereignisse inszeniert, und schon sind alle von den wahren Problemen dieser Welt abgelenkt. Wie sagte der bekannte Aktionskünstler Wolfgang Flatz so treffend?

„Fressen, ficken, fernsehen“

 

Wie Recht er doch hat ….

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intentionally left blank …

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Coming home ….

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Ich bin relativ früh zur Unterkunft weil ich ein paar wenige Stunden schlafen wollte.

Der Flug nach Frankfurt war für 07:25 angesagt. Deshalb wurde ich schon gegen halb 5 Uhr morgens vom Zubringer des Shuttles abgeholt. Ich stand also an der Straße im leichten Nieselregen und bei deutlich unter 10°C also mir die ersten Kneipenheimkehrer, natürlich in sommerlicher Kleidung, gut gelaunt einen guten Morgen und nen schönen Heimflug wünschten. ^^

Die ewig gleiche Prozedur am Flughafen war schnell erledigt und dann hatte ich noch richtig viel Zeit zum Langweilen, was mir auch gut gelang.

Der Flug dauerte ca. 3,5 Stunden und verlief ruhig bis auf ein paar ziemlich angetrunkene Isländer, die sich ausgerechnet alle an meiner Sitzreihe trafen und laut palaverten. Dabei streckte einer der „Herren“ seinen dicken Arsch (Entschuldigung) immer bis nahe vor mein Gesicht. Auf meine ruhig vorgetragene Bitte das zu unterlassen, reagierte er nicht. Deshalb suchte ich Hilfe bei einer Stewardess…. mit großem Erfolg. Die Dame war nicht zimperlich und verwies den Typ auf seinen Sitzplatz und drohte sogar, nachdem dieser Mensch laut protestierte, die Angelegenheit dem Kapitän vorzutragen, falls er sich nicht ab sofort ruhig verhielt. Dann war Ruhe….

In Frankfurt landeten wir auf der Landebahn Nordwest. Dann rollten wir eine kleine Ewigkeit lang bis zum Terminal 2 ….   ^^

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Am Baggage Claim traf ich auch die besoffenen Isländer wieder…. Scheinbar waren sie inzwischen ziemlich müde geworden – kein Wunder nach dieser Druck-Betankung im Flieger….

Ich war wieder in Deutschland ………… ich spürte es überdeutlich am Gedränge an der SkyLine zwischen Terminal 1 und Terminal 2. Die Bahn kommt alle 2 Minuten und ich habe nie verstanden, dass man nicht begreifen will, wenn ein Wagen voll ist und die Tür nicht mehr schließt. Da wird gedrückt, gepresst, geflucht     –     inzwischen wäre die nächste Bahn längst da. Ist wohl das gleiche Phänomen wie im Flieger, wenn nach der Landung alle gleichzeitig raus wollen   ziemlich doof…

 

Ich hab mir im Terminal 1 ein kleines Café gesucht und wollte erst mal frühstücken. Es war ein Italiener. Warum hab ich eigentlich mein Frühstück auf Englisch bestellt???

Dann hab ich mir einen Zug nach Hause gesucht. Ich hatte zwei zur Auswahl – einer fuhr in 10 Minuten, der andere in 2 Stunden. Hektik? Nein! Ich hab den späteren Zug genommen…

Als ich in Neuwied am Bahnhof ausgestiegen, wäre ich am liebsten sofort wieder weg….   :/

 

Zum Abschluss ein paar „technische Daten“:

Ich hatte die ganze Reise online im Dezember 2013/Januar 2014 geplant und gebucht. Deshalb waren die Preise noch moderat.

Die Unterkünfte waren alle privat und bei Airbnb gebucht. Das klappte sehr gut. Ich habe dabei auch gelernt, Bilder der gebuchten Zimmer genau zu interpretieren… Qualität, Sauberkeit und Lage kann man dabei direkt am Preis ablesen.

Insgesamt habe ich für alle Flüge und Unterkünfte ca. 3100 € bezahlt. Hinzu kommen noch Gelder für benötigte Verkehrsmittel und Ausflüge, Eintitt, Essen und Trinken und evtl. Andenken…

Ich war vom 02. Mai bis 29. Mai unterwegs und habe in dieser Zeit 46 Stunden in der Luft verbracht und dabei knapp 34 000 km zurückgelegt.

Die 46 Flugstunden verteilten sich ungleichmäßig auf 9 Flüge mit verschiedenen Airlines –

Vietnam Airlines

Air China

Southwest Airlines

Delta (ich musste 25$ für meinen Koffer bezahlen…. vielleicht hab ich es im Kleingedruckten überlesen …   :/)

Icelandair

Fazit: Ich hätte es locker noch viel länger ausgehalten. Alle Problemchen und Probleme wurden gelöst oder lösten sich von selbst. Unsichere oder gar gefährliche Situationen habe ich nicht erlebt, auch wenn ich oft abseits der üblichen Touristenwege war. Was bleibt sind die unvergesslichen Erlebnisse, Eindrücke und magischen Momente. Das wird mein Fernweh wach halten….

Ich habe insgesamt 1539 verwertbare Fotos gemacht und ich werde eine Auswahl treffen um sie dann in einem Fotobuch für mich zu verewigen.  🙂

 

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