Den Traum leben …

Vorweg gesagt, ich bin ein bekennender Norwegen-Freak.  😀    Ich kann es nicht begründen, es ist ein Gefühl, ein starkes Gefühl. Es ist das Gefühl nach Hause zu kommen und das habe ich immer, wenn ich norwegischen Boden betrete.

Norwegen, das ist Landschaft, von ganz wild bis ganz ruhig, von ganz warm bis ziemlich kalt, alles gleichzeitig. Norwegen, das sind Fjorde, Berge, Flüsse, Seen, Wasserfälle und Gletscher. Hier gibt es den größten Gletscher des europäischen Festlands und das sogar schon ab 340 m über dem Meeresspiegel … !

„Mein“ Norwegen liegt aber ganz im Norden des Landes. Es ist die Finnmark, diese Tundra, diese unberechenbare und schroffe Unwirtlichkeit, die einen Teil der kaum zu erklärenden Polarsucht ausmacht, der jeder Nordland-Reisende früher oder später hoffnungslos verfällt.

Jetzt habe ich endlich mal den Winter in diesem Gebiet erlebt, also den richtigen Winter … ^^

Ich hatte früher mal im August, auf einem Campingplatz in einem Tal bei Tromsø, gerade mal +4°, aber bei dieser Tour gab es Temperaturen von unter – 20°. Es war eine trockene Kälte, die man gut aushalten konnte.

Genug geschwärmt.    😀

Lange geplant, beinahe abgesagt, um dann diese Reise mit einem „jetzt erst recht“ Gefühl doch noch durchzuführen, wenn auch abgeändert. Eine wesentliche Änderung war die Begleitung durch meinen Sohn. Ohne ihn hätte ich die Reise so nicht durchführen können …

Am 22. Februar war es dann so weit. Der Flieger sollte um 11:55 Uhr nach Oslo starten. Dieses Mal hatte ich mir einen frühen Zug für die Fahrt nach Frankfurt ausgesucht. Bei meinen letzten Reisen kam ich wegen Zugverspätungen immer auf den letzten Drücker an und das wollte ich vermeiden.

Flug SK 4756 nach Oslo

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natürlich hatte ich einen Fensterplatz …  😀

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Anflug auf Oslo. Hier ist schon etwas Winter

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Von Oslo ging es weiter über Tromsø nach Alta. Die letzte Teilstrecke sollte nur 25 Minuten dauern und deshalb stieg der Flieger auch nicht so hoch. Leider war es inzwischen schon dunkel, so dass man von diesem „Tiefflug“ nicht sehr viel zu sehen bekam. Der Anflug auf Alta aus einem Direktanflug über dem Fjord war aber dann doch spannend. Es war fast Vollmond und dementsprechend hell genug, um das gut zu beobachten.

Gegen 22:30 Uhr waren wir dort. Ich habe dann den Mietwagen übernommen, einen roten Skoda Automatik mit Glasdach und vielem zusätzlichen Schnickschnack. Bestellt und bezahlt habe ich nur das „Grundmodell“. Dann ging es endlich ins Hotel.

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Am Dienstag freute ich mich zuerst aufs Frühstück. Zu Hause käme ich nie auf die Idee, den Tag mit Lachs, Brunost, Rührei, Salami, Saft und süßen Kaffee zu beginnen, aber hier musste das sein!   😀

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Beim Frühstück wurde der Tag geplant. Der Hauptgrund der Reise war ja, das Polarlicht zu beobachten und zu fotografieren. Somit galt unser Augenmerk dem Wetter und der Wetterentwicklung. Internet sei Dank waren wir immer gut informiert und so konnten wir unsere Tages- und Nachttouren planen. Für die nächsten 24 Stunden war bedeckter Himmel mit leichtem Schneefall angesagt. Somit trat Plan B in Kraft, d.h. Erkundung der Stadt und der Umgebung. Natürlich war ich etwas enttäuscht, obwohl ich mir auch für diese Reise vorgenommen hatte, nicht enttäuscht zu sein, sollte es wieder nicht klappen ….  Aber hey — ich war hier und die Woche hat gerade erst angefangen.

die Nordlyskatedralen – eine Kirche ganz aus Beton und außen mit Titanplatten verkleidet

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Eine goldene Jakobsleiter hängt im 7,5 Meter hohen Innenturm

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das sind Entfernungen ….

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hier arbeiten junge Künstler mit Eisblöcken

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deutlich zu sehen – die unterschiedlichen Schneeschichten

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am Hafen

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Jetzt wollte ich unbedingt „meinen“ alten Campingplatz besuchen. Immerhin waren seit meinem letzten Besuch über 30 Jahre vergangen. Damals war ich total übermüdet hier angekommen und hatte mir eine Hütte gemietet, weil es so richtig nass-kalt war.

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Nein, da wurden keine Erinnerungen wach. Das sah alles verdammt anders aus. Klar, denn auch die Bäume auf diesem Platz waren über 30 Jahre gewachsen …. ^^

Dann fuhren wir spontan weiter über die E6 nach Norden. Wir wollten auf die Hochebene, um zu sehen, ob das Wetter auf der Höhe nicht doch besser als vorhergesagt war. Gleichzeitig suchten wir geeignete Aufbauplätze zum Fotografieren. Wir fuhren ca. 60 km und an vielen Stellen war die Straße eine richtige Eispiste. Aber wir hatten ja sehr gute Spike-Reifen mit so richtig vielen „Nägeln“, und so konnten wir relativ entspannt fahren. Wir fanden auch einige gute Plätze und warteten dann auf die Dämmerung. Die kam auch und sie brachte viele Wolken und Schneefall mit.

Ich hatte übrigens die gesamte Fahrerei meinem Sohn überlassen. Er hatte seinen Spaß damit und ich konnte mich auf die Landschaft konzentrieren.

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Auf der Rückfahrt nach Alta wurde es dann schnell dunkel …

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Der folgende Tag brachte wettermäßig keine Änderung und deshalb machten wir eine Tagestour nach Hammerfest. Knapp 300 km auf vereister Straße. Das ließ keine Langeweile aufkommen. Okay, mir ist Langeweile meist fremd. Ich hatte nur etwas Sorge, dass sie sich bei meinem Sohn einschleicht, aber er versicherte mir, dass ihm unsere Unternehmungen Spaß machten. Er war noch nie so weit im Norden und fand es spannend.

unterwegs gab es natürlich unendlich viele Fotomotive …

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fast die Hälfte der Strecke führte über die E6

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dann kamen wir in der Kommune Hammerfest an

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 Die Meridiansäule. Sie wurde anlässlich der ersten Internationalen Messung der Erde errichtet.

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Auch am 25. Februar blieb das Wetter unverändert. Also wieder Plan B. Heute soll es nach Süden gehen, nach Kautokeino, einer geschichtsträchtigen Stadt der Samen. Und es wurde eine ähnlich lange Tour wie die nach Hammerfest. Allerdings änderte sich zeitweise das Wetter und die Sonne kam durch. Das machte mich echt nervös, also freudig nervös … ^^

Da wir immer die gesamte Ausrüstung dabei hatten, hätten wir auch spontan bis in die Nacht bleiben können…. , aber dann zog es wieder zu. 😦

die Straße 93 führt durch eine aufregende Landschaft

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Motorschlitten mit Anhänger… damit kommt man fast überall hin

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die Uni von Kautokeino. Hier konnte man gut und günstig essen. 🙂

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Wir waren relativ früh zurück in Alta zurück und deshalb war dann der Besuch in unserer Lieblings-Pizzeria angesagt. Später im Hotel ging es an den Laptop, um die neueste Wetterlage zu erkunden. Und siehe da, so etwa 30 bis 40 km Luftlinie (!) im Westen waren keine Wolken zu sehen und das sollte sogar so bleiben. Auch die Aurora-Forecast sah nicht schlecht aus, nicht gerade überwältigend, aber eben nicht schlecht. 30 km Luftlinie bedeuteten hier aber ca. 100 km Straße. Die E6, es gibt nur diese Straße, führt eben an jedem Fjord und jeder Bucht vorbei.

Wir beschlossen, diese Tour zu machen, auch wenn es zusätzliche 200 km Eispiste bei Nacht bedeutete. Man muss jede Chance nutzen! Wir fuhren also los und nach einer gefühlten unendlich langen Zeit zeigten sich tatsächlich erste Sterne am Himmel. J   Wir fuhren noch bis zu einem Ort namens Burfjord und dann noch über eine sehr schmale Straße am Fjord längs, bis wir kaum noch störendes künstliches Licht hatten. Wir fanden einen schönen Platz direkt am Wasser, von mittelhohen Bergen eingerahmt. Und schon ging es los. Mir fiel die Grünfärbung des Himmels auf, das mir schon als eine Art Ouvertüre für ein beginnendes Polarlicht-Schauspiel bekannt war. Wir bauten schnell auf und es ging dann auch schon los.

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Gut, es war nicht wirklich spektakulär, aber ich war zufrieden. Ich wäre sogar insgesamt für diese Reise zufrieden gewesen… Mein Sohn war ziemlich aufgeregt. Für ihn war es das erste Polarlicht. Irgendwann fuhren wir dann zurück nach Alta und waren so gegen 3 Uhr im Hotel.

Am Morgen machten wir den üblichen Wettercheck und siehe da, die Wetterlage stellte sich komplett um. Das klang natürlich spannend, denn auch die Aurora-Forecast versprach in den kommenden 3 Tagen sehr viel …. zuerst gingen wir aber ins Alta-Museum, einem archäologischen Freilichtmuseum mit Felszeichnungen, die wir leider nicht sehen konnten, weil überall Schnee lag. Aber auch im Haus selbst war es interessant genug und es ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Mittags war mal Ruhe angesagt. Ja, ich gebe zu, ich spürte den Schlafentzug …  😉   Gegen Spätnachmittag machten wir uns dann auf, um uns einen Aufbauplatz zu suchen. Wir wollten nicht so sehr weit fahren, aber trotzdem etwas abseits vom üblichen Autoverkehr sein. Wir fuhren die E6 nach Norden, bogen dann links auf die Straße 883 ab und fuhren bis etwas hinter die Ortschaft Storekorsnes. Hier hatten wir freien Blick nach Norden. In einer Haltebucht an der Straße bauten wir auf. Und es ging auch ziemlich schnell los. Und es wurde ziemlich „heftig“, einfach ein tolles Schauspiel!

Das Polarlicht ist oft sehr dynamisch. Das bedeutet, dass es bei längeren Belichtungszeiten etwas diffus oder verwischt wird. Manchmal „steht“ es aber auch für mehrere Sekunden. Man muss halt mit den Einstellungen an der Kamera spielen. Die hier gezeigten Aufnahmen sind sowohl von mir, als auch von meinem Sohn. Er hat sehr oft die Einstellungen verändert, während ich mehr in den Himmel gestarrt und die Cam per Fernbedienung ausgelöst habe. 😀     man muss wissen, wählt man eine lange Belichtungszeit, also so über 15 Sekunden, dann werden Sterne langsam zu Strichen, wählt man eine zu kurze, dann bekommt man vielleicht die Aurora relativ scharf aufs Bild, aber der Sternenhimmel magert ab. Man muss das richtige Mittel zwischen ISO, Blende und Belichtungszeit suchen. Wichtig ist, dass man, wenn es irgendwie nur geht, etwas Landschaft mit aufs Bild bringt. Das verstärkt die Wirkung des Bildes. Ich kenne die Profi-Aufnahmen aus dem Internet und ich kenne einige Fotografen mit ihren perfekten Aurora-Bildern, aber ich habe weder eine entsprechend gute Ausrüstung, noch diesen Drang zur Perfektion. Ich habe auch nicht die Ausrüstung, um z.B. den Vordergrund auszuleuchten und trotzdem auch einen spektakulären Nachthimmel auf der Aufnahme zu haben. Ich habe es live erlebt und diese Bilder werden immer im Herzen bleiben.

einige der Aufnahmen wurden kurz hintereinander gemacht. So kann man etwas die Dynamik in der Lichterscheinung erkennen

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Wir waren so gegen halb 2 zurück im Hotel und wir waren richtig „geflasht“. Das war mehr, als ich zu hoffen gewagt hatte…. ich war ja sowas von zufrieden. Und jetzt fehlte nur noch eine Sache, die Fahrt zum Nordkap. Die war jetzt zwingend für diesen Samstag geplant. Immerhin waren es 240 km bis dorthin, aber für mich war es unheimlich wichtig. Ich musste dort noch eine „Sache“ aufarbeiten, die inzwischen über 30 Jahre zurück lag. Außerdem träumte ich vom Polarlicht in der schon tollen Kulisse auf dem Kap. Das Wetter war perfekt und wir fuhren bald nach dem Frühstück los. Die Welt hatte sich auf meine Seite geschlagen und ich war entsprechend super gut gelaunt. Entfernungen zählen in Norwegen nicht. Hier ist der Weg immer ein Ziel. In Norwegen ist man immer unterwegs. Außerdem führte uns diese Fahrt geradewegs durch die Heimat meiner Seele …………….

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hier auf der Hochebene zeigte das Thermometer dann auch mal -23°C an

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Irgendwann erreichten wir den Porsangerfjord und in Orsangerfjord bogen wir ab auf die E 69 Richtung Nordkap. Natürlich hatten wir viele Foto-Stopps auf der Strecke.

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Auf dieser Strecke gibt es 4 Tunnels, zwei kleinere und zwei sehr lange. In den ersten langen Tunnel sind wir einfach mal so reingerauscht …… und nach ca. 5 Sekunden sahen wir nichts mehr. Die Frontscheibe war schlagartig vereist. Tja, draußen stand ein Schild mit einer Nebelwarnung. Wenn man jetzt eins und eins zusammenzählt, kommt man zum Ergebnis: hättest mal besser mitgedacht. Zur Erklärung: Das Auto war bei ständigen ca. – 10°C ziemlich unterkühlt. Im Tunnel war Die Temperatur über 0° und es herrschte Nebel. Alles klar?  😀   wir machten eine echte Notbremsung und warteten dann, bis die Scheibe aufgetaut war. Zum Glück waren wir alleine unterwegs…

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der Wind blies den Schnee quer über die Straße

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der Nordkaptunnel… an solchen Tunnels gibt es an den Einfahrten Tore, die jeweils automatisch öffnen und schließen. Es sind Maßnahmen gegen Frostschäden in den Röhren … aber es ist auch ein mulmisches Gefühl.

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Vor 30 Jahren gab es zwischen dem Festland und der Insel Magerøya noch eine Fähre. Ich liebte diese Fähren in Norwegen. Es waren immer kleine Kreuzfahrten durch eine wahnsinns Landschaft. Jetzt gibt es einen mautfreien, ca. 7 km langen modernen Tunnel, der 200 m unter dem Meer durchführt. Man muss es mögen, irgendwie…

Nachdem wir wieder „aufgetaucht“ waren, wollte ich zuerst nach Honningsvåg. Hier wollte ich die Biker-Kneipe besuchen, die ich noch in Erinnerung hatte, als ich damals, von der Fähre kommend, die Straße hoch in die Stadt gefahren bin … leider habe ich sie nicht mehr gefunden. Jetzt, im tiefsten Winter, war der Ort ziemlich verschlafen, aber trotz Winterstarre machte er einen gemütlichen Eindruck. Ich denke, es ist diese Hafen-Atmosphäre …zudem lag ein Schiff der Hurtigruten, die MS Nordkapp, im Hafen und sorgte für etwas Leben.

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die Skulptur „Boreas“. In der griechischen Mythologie ist Boreas der Gott des winterlichen Nordwindes

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Wir entschlossen uns zum Nordkap zu fahren, um dort den Rest des Tages zu verbringen und dann abends / nachts unsere Polarlicht-Fotos zu schießen. Es waren noch etwas über 30 km zu fahren, aber nach 10 km war Schluss. Die Straße zum Nordkap war gesperrt, und zwar vom Oktober bis Ende März, aus Sicherheitsgründen …   ich war entsetzt! Aber es gab täglich die Möglichkeit, in einer Kolonne, mit einem Schneepflug vorne weg und einem „Lumpensammler“ als Schlusslicht, zum Nordkap zu kommen und zwar von 11 Uhr bis 13 Uhr… 2 Stunden………… nur 2 Stunden! Es war jetzt früher Nachmittag. Nix war mit Polarlicht am Kap… kurze Beratung, dann die Entscheidung: wir mieten uns in Honningsvåg ein und machen Polarlicht und Kap getrennt.Wir sind aber noch ein Stück weitergefahren bis zu einer Ortschaft namens Skarsvåg. Dort gab es einen kleinen Hafen mit kleinen Schiffen und sehr vielen Möwen …

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Dann sind wir zurück und wollten uns ein Hotel suchen. In Honningsvåg angekommen wollten wir aber zuerst etwas essen. Wir fanden das „Kafe Retro“. Dort bediente uns eine ältere Dame mit eindeutig osteuropäischem Akzent in ihrem Englisch. ^^  Sie machte uns einen guten Kaffee und es gab ein leckeres Stück Kuchen dazu. Außerdem wollte sie uns zu einem Abendessen überreden, mit frischen Königskrabben, diesen unheimlich großen Krabbeltieren, die ja gerade das Nordmeer überschwemmen. Ich gestehe, mir fehlte irgendwie der Mut.     Sie empfahl uns auch ein Hotel. Das war einfach, es gab nur eins das geöffnet hatte … 😀    Es war wirklich gut, das Park Inn, und der gut gelaunte Concierge am Empfang gab uns den Tipp, beim nächsten Besuch doch im September zu kommen. Dann wäre das Nordkap noch 24 h geöffnet und tagsüber wäre die Insel noch bunt, und außerdem wäre es schon dunkel genug, um das Polarlicht zu fotografieren… er hatte einfach ein Herz für Fotografen.

Bei Einbruch der Dunkelheit machten wir uns dann auf den Weg. Ich hatte selten einen so flimmerfreien und klaren Sternenhimmel gesehen ………………………..und die Aurora-Forecast versprach eine märchenhafte Nacht. Oben auf der Höhe bauten wir dann auf und als ob wir beobachtet würden, es ging sofort los. Es wurde ein regelrechtes Feuerwerk und es wollte nicht enden. Es war genau das, was ich mir so gewünscht hatte. Es war das Ziel meiner Träume.

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das rötliche Licht ist der Schein der Stadt Honningsvåg

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der große Wagen mit Polarstern …  🙂

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Es wehte ein strammer Wind und der ließ die gefühlten Temperaturen in den Keller stürzen. Ich erreichte dann für mich einen Punkt, an dem ich nicht mehr konnte, weil ich Schüttelfrost bekam. Leider bin ich durch meine Erkrankung nicht mehr ganz so widerstandsfähig. Deshalb setzte ich mich ins Auto während mein Sohn noch viele Bilder machte. Während die Heizung lief und meine Füße und Finger wieder auftauten, genoss ich das Schauspiel vom Auto aus und bewahre seit dem diese Bilder in meinem Herzen.

Am nächsten Tag waren wir dann pünktlich vor 11 Uhr an der Sperre zum Nordkap. Es hatten sich viele Leute eingefunden. Das Wetter war super und ich fragte mich, ob der Schneepflug tatsächlich vor uns her fahren würde… 😀        Zum Kap waren es noch 13 km und der Schneepflug fuhr tatsächlich vorne mit. Am Kap angekommen machten alle die üblichen Bilder, wir natürlich auch

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und zwei ganz besondere Bilder mussten auch sein!

so sehen Sieger aus … 😀

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dieses international bekannte Zeichen galt meinem Tumor … so leicht bin ich nicht zu haben!

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Nach einer knappen halben Stunde sah man eine Wetterfront kommen und sie sah nicht wirklich gut aus …

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Der Sturm war da und es ging ordentlich zur Sache. Es gibt diese Nordkaphalle mit Restaurant, Souvenirladen und einer geschichtlichen Ausstellung. Langeweile kommt also nicht auf. Nach zwei Stunden wurde zur Rückfahrt aufgerufen. Die Rückfahrt war abenteuerlich. Manchmal sah man nicht mal mehr seinen Vordermann und spätestens jetzt hat man das Einsehen, dass der Schneepflug so richtig Sinn machte. Die Straße wäre an diesem Tag nicht mehr zu erkennen gewesen.

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Vor uns lagen jetzt 240 km Rückfahrt nach Alta, denn am nächsten Tag war schon der Rückflug angesagt.

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Nach der Ankunft in Alta waren wir zuerst wieder in unserer Pizzeria. 😀    Dann ging es ans Kofferpacken. Wir hatten uns ganz bewusst für einen Flug am späten Vormittag entschieden. Das nahm einen gewissen Zeitdruck weg und wir wollten an diesem Tag sowieso nur bis Oslo fliegen und dort übernachten.

unser Flieger kurz vor dem Abflug von Alta nach Oslo …

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Mein ursprünglicher Plan war ja, in Fredrikstad, südlich von Oslo, eine seit Anfang der 80er Jahre befreundete Familie zu besuchen. Leider passte das nicht mehr zu meinen inzwischen lebenswichtigen Terminen in der Chemo-Therapie. Deshalb haben wir meinen Freund an diesem Abend in Oslo getroffen und bei einem Abendessen einen Besuch im Sommer vereinbart. Da mir das aber zu privat wird, endet mein Bericht über diese Reise.

Anflug auf Frankfurt

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Es war die intensivste Reise in meinem Leben und es war ganz sicher eine Therapie für mich. Ich bin ein unverbesserlicher Optimist, auch wenn ich um meine absehbare Zukunft weiß….

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Über sloopjohnp

Ich lebe in einer Welt, in der es mehr Mut braucht ehrlich zu weinen als Stärke vorzutäuschen
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